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Anselmi

Roberto Anselmi San Vincenzo Bianco Veneto IGT 2025

11,75 €
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Beschreibung

© www.ilsoave.com Über das Weingut. Was für ein wun­der­bares Weingut, und was für ein stand­hafter Mann, dieser Rober­to Ansel­mi. Er schafft es, aus­gerech­net in Soave einige der schön­sten und ras­sig­sten Weißweine Ital­iens zu erzeu­gen. Dabei wird es ihm alles andere als leicht gemacht. Seit den 50er Jahren wurde die Pro­duk­tion von Soave gewaltig aus­geweit­et, und es scheint, als ob die seit min­destens 20 Jahren in ganz Ital­ien zu beobach­t­en­den Ten­den­zen hin zu Ver­ringerung der Ern­te­menge bei gle­ichzeit­iger Steigerung der Qual­ität hier unbe­merkt geblieben wären. Soave will jeden­falls so weit­er­ma­chen wie bish­er, und das hat Rober­to Ansel­mi dazu ver­an­lasst, im Jahr 2000 die DOC zu ver­lassen und seine Weine als IGT auf den Markt zu brin­gen. Gut für Ansel­mi, schlecht für den Soave. Denn dass Bekan­ntheit nicht immer ein Vorteil sein muss, demon­stri­ert die DOC Soave zur Genüge. Jed­er ken­nt diesen Wein – aber nie­mand scheint ihn beson­ders zu mögen. Das scheint sog­ar Meth­ode zu sein: Die Wein­stöcke wer­den hier gewöhn­lich als Per­go­la erzo­gen, die Hek­tar­erträge sind riesig – und dabei kommt ein Wein her­aus, der so gesichts- und charak­ter­los ist, dass man ihn allen Super­mark­tkun­den vorzuset­zen kön­nen glaubt. In zynis­ch­er Stim­mung möchte man aus­rufen: Was für eine Ger­ingschätzung der Kunden! Es zeich­nete Rober­to Ansel­mi schon früh aus, dass er diesen Unsinn nicht mit­machen wollte. Dabei hat­te er sich auch gegen seinen Vater durchzuset­zen, der den Betrieb 1948 gegrün­det hat­te. Aber er set­zte sich mit Entschlossen­heit durch und bestand darauf, die Reb­stöcke nach dem Guy­ot-Ver­fahren zu erziehen und die Erträge rig­oros zu begrenzen. Damit zeigt er der Wein­welt seit 1980, dass ein gut gemachter Soave so gut sein kann wie ein junger Chablis, mit dem Anselmis Weine in der Tat viel Ähn­lichkeit haben, obwohl sie nicht aus Chardon­nay, son­dern aus den ort­styp­is­chen Sorten Gar­gane­ga und Treb­biano di Soave bere­it­et werden. Ansel­mi beste­ht in seinen 50 Hek­tar Wein­ber­gen (und in den Lagen sein­er Ver­tragswinz­er, die weit­ere 30 Hek­tar bear­beit­en) auf ein­er späten, selek­tiv­en Lese mit bis zu einem Dutzend Durchgän­gen. So kann er sich­er sein, abso­lut gesun­des und reifes Lesegut zu ern­ten. Und schon sein San Vin­cen­zo, der Basis-„Soave“ Anselmis, ist ein Parade­beispiel für das, was hier auf großem Maßstab möglich wäre. Die Lagen-Weine Ansel­mi Capi­tel Fos­cari­no und Ansel­mi Capi­tel Croce sind Preziosen für Lieb­haber. Fos­cari­no ist eine Cuvée von Gar­gane­ga und Treb­biano, während Croce zu 100 % aus Gar­gane­ga beste­ht – und im Bar­rique aus­ge­baut ist. Bei­de Weine sind kör­per­re­ich, Fos­cari­no ist geprägt durch seine Gewürz- und Fruchtaromen, während Croce das Eichen­holz anzumerken ist. Diese bei­den großen Weine zie­len auf Gourmets, die zu unter­schiedlichen Gele­gen­heit­en in der Schatztruhe unter­schiedlich­er Wein­stile stöbern wollen. Worüber sich Rober­to Ansel­mi neben dem nach­halti­gen Erfolg sein­er Weine vor allem freut: Er ist nicht mehr der einzige Winz­er in der Region Soave, der Qual­ität pro­duziert. Das macht auch ihm – und seinen Part­nern im Wein­han­del – das Leben etwas leichter.