Dorli Muhr Blaufränkisch Samt & Seide 2023

Dorli Muhr Blaufränkisch Samt & Seide 2023

© www.dorlimuhr.at Blau­frän­kisch mit fei­ner Wür­ze, leben­di­ger Säu­re und sei­di­gem Tan­nin prägt die Hand­schrift von Dor­li Muhr. Ihr Wein­gut in Prel­len­kir­chen im öster­rei­chi­schen Car­nun­tum ist eng mit dem Spit­zer­berg ver­bun­den. Auf des­sen kar­gen Kalk­bö­den ent­ste­hen Rot­wei­ne, die aro­ma­ti­sche Tie­fe mit einer bemer­kens­wert schlan­ken, ele­gan­ten Struk­tur ver­bin­den. Die­se Ver­bin­dung von Dich­te und Fines­se bestimmt die Arbeit im Wein­berg eben­so wie den Aus­bau im Keller. Den Aus­gangs­punkt bil­det eine gera­de ein­mal 0,17 Hekt­ar gro­ße Par­zel­le in der Ried Roterd, die Dor­li Muhrs Groß­mutter Katha­ri­na als Hoch­zeits­ge­schenk erhielt. Über Jahr­zehn­te lie­fer­te der klei­ne Wein­berg den Wein für Fami­lie und Freun­de, bevor die alten Reben gero­det wur­den und die Flä­che brach­lag. Mit­te der 1990er-Jah­re ließ Dor­li Muhr sie wie­der bepflan­zen. 2002 nahm sie gemein­sam mit dem por­tu­gie­si­schen Win­zer Dirk van der Nie­po­ort die Wein­pro­duk­ti­on auf. Unter dem Namen Muhr-van der Nie­po­ort ent­wi­ckel­te sich dar­aus ein Wein­gut, des­sen Reb­flä­che durch den Erwerb und die Bewirt­schaf­tung wei­te­rer Par­zel­len ste­tig wuchs. Inzwi­schen führt Dor­li Muhr den Betrieb unter ihrem eige­nen Namen. Par­al­lel dazu ist sie als Grün­de­rin der Agen­tur Wine+Partners seit vie­len Jah­ren in der inter­na­tio­na­len Wein­welt tätig. Der Spit­zer­berg stellt hohe Anfor­de­run­gen an den Wein­bau. Im offe­nen Kor­ri­dor zwi­schen Alpen und Kar­pa­ten sind die Reben star­ken Win­den, hei­ßen Som­mern und gerin­gen Nie­der­schlä­gen aus­ge­setzt. Die san­di­gen, kalk­rei­chen Böden spei­chern wenig Was­ser; Tro­cken­heit begrenzt das Wachs­tum und die Erträ­ge. Zugleich begüns­ti­gen küh­le Näch­te im Spät­som­mer und Herbst den Erhalt der Säu­re. Schon inner­halb des Hangs unter­schei­den sich die Bedin­gun­gen deut­lich: Tie­fer gele­ge­ne Par­zel­len besit­zen kräf­ti­ge­re Böden, wäh­rend die obe­ren Berei­che beson­ders karg sind. Das Wein­gut bewirt­schaf­tet knapp zwölf Hekt­ar in mehr als 30 ein­zel­nen Par­zel­len. Die­se klein­tei­li­ge Struk­tur ermög­licht es, die Unter­schie­de der Stand­or­te genau ken­nen­zu­ler­nen und in den Wei­nen herauszuarbeiten. Die Wein­ber­ge wer­den bio­lo­gisch bewirt­schaf­tet, wobei Blau­frän­kisch ein­deu­tig im Mit­tel­punkt steht. Dor­li Muhr hat gezielt Par­zel­len mit alten Reben erwor­ben und ihre Wein­be­rei­tung auf einen behut­sa­men Umgang mit dem Lese­gut aus­ge­rich­tet. Im Kel­ler setzt Lukas Brand­stät­ter die­se Vor­stel­lung mit spon­ta­ner Gärung und sanf­ter Extrak­ti­on um. Die ein­zel­nen Par­zel­len ver­gä­ren über­wie­gend sepa­rat in klei­nen Bot­ti­chen, teil­wei­se mit gan­zen Trau­ben und deren Stie­len. Man­che Par­tien wer­den tra­di­tio­nell mit den Füßen gestampft. Für die anschlie­ßen­de Rei­fe die­nen gebrauch­te, grö­ße­re Fäs­ser aus Eiche und teil­wei­se Aka­zie. Auf neu­es Holz wird bewusst ver­zich­tet, damit Frucht, Wür­ze und die Eigen­hei­ten der Her­kunft erhal­ten blei­ben. Nach rund 20 Mona­ten im Fass wer­den die Wei­ne unfil­triert abge­füllt und erhal­ten wei­te­re Zeit zur Flaschenreife. Auch das seit der Ern­te 2022 genutz­te Kel­ler­ge­bäu­de folgt einem res­sour­cen­scho­nen­den Kon­zept. Die Archi­tek­tin Sabi­ne Laub arbei­te­te mit dicken Mau­ern, natür­li­cher Beschat­tung und einem Wind­schutz aus Aus­hub­ma­te­ri­al. Eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge lie­fert Ener­gie für die Küh­lung. So ver­bin­det das Gebäu­de tra­di­tio­nel­le Wein­be­rei­tung mit einer Archi­tek­tur, die auf die kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen des Stand­orts eingeht. Im Sor­ti­ment macht bereits der Prel­len­kir­che­ner Orts­wein „Samt&Seide“ die geschmei­di­ge, fein struk­tu­rier­te Art des Hau­ses zugäng­lich. Die Rie­den­wei­ne zei­gen die Unter­schie­de am Spit­zer­berg noch prä­zi­ser: Die Obe­re Roterd steht für eine run­de­re, zart­cremi­ge Tex­tur, die Obe­re Spit­zer für beson­ders eng­ma­schi­ge Struk­tur und aus­ge­präg­te Fines­se. Ergänzt wird das Ange­bot unter ande­rem durch Syrah, der auf den tro­cke­nen, war­men Stand­or­ten eine eigen­stän­di­ge wür­zi­ge Aus­prä­gung ent­wi­ckelt. Gera­de die Blau­frän­kisch-Wei­ne gewin­nen mit Fla­schen­rei­fe an Viel­schich­tig­keit und ver­bin­den ihre fei­ne Tex­tur mit der Sub­stanz für eine lan­ge Entwicklung.Mehr anzeigen
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